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Graswurzelnetzwerk

schönes leben? einige worte vorweg

Liebe TeilnehmerInnen, Sponsoren, UnterstützerInnen und erfolgreiches Organisationsteam, ihr alle seid dafür verantwortlich, dass es auch in diesem Jahr ein solches Heftchen und einen Schulübergreifenden Projekttag in Weimar gibt.

Die TeilnehmerInnen, weil sie sich auf ihre Projekte einlassen und ihr geliebtes Schulgebäude gegen andere – noch schönere – Veranstaltungsorte eintauschen. Die Sponsoren und UnterstützerInnen, weil sie nach den Vorfällen im letzten Jahr noch immer an die Idee des Projekttages glauben. Und natürlich das Organisationsteam, das sich ein Jahr lang Gedanken gemacht hat, um diesen Tag wieder so gut wie möglich und informativ über die Bühne gehen zu lassen.

Die Idee des Projekttages, außerhalb der Schule zu bilden, Aufmerksamkeit an gesellschaftlichen Missständen zu wecken und aktiv am Geschehen unserer heutigen Zeit mitzuwirken hätte wohl kein besseres Thema finden können als Reihenhaus statt Rebellion? Jugend auf der Suche nach dem WahnSinn. Wer von Euch rebelliert heute? Wer macht sich Gedanken, wo diese Gesellschaft, diese Welt hinsteuert? Wer von Euch geht auf die Straße und sagt, das und das gefällt mir nicht? Diese Bilder sehen wir in Griechenland, Spanien, Ägypten, Syrien oder in Italien. Die große Frage, die ich mir stellen musste, als ich diesen Text schrieb, war: Warum geht die Jugend nicht mehr auf die Suche nach dem Sinn des Lebens? Oder warum sieht sie ihre Zukunft und das schöne Leben darin, in einem beschaulichen Reihenhaus zu leben und nicht in einer besseren Welt? Werner Mitsch, ein deutscher Aphoristiker, hat einmal gesagt: „Reihenhäuser sind ideale Behausungen für Reihenmenschen.“ Doch wir Menschen sollten uns nicht damit abgeben, Reihenmenschen zu sein. Sondern unterschiedlich im Glauben, Denken, Handeln und akzeptieren, dass jeder von uns anders ist. Bis heute werden in Deutschland und auf der Welt beispielsweise homosexuelle Paare diskriminiert. Menschen anderer Hautfarbe oder anderen Glaubens werden gedemütigt und beleidigt. Menschen, die Recht auf einen minimalen Lebensstandard haben, bekommen diesen nicht zugesichert. Der immer dominanter werdende Kapitalismus beutet Millionen von Menschen auf der ganzen Welt aus, lässt Kinder verhungern, verschmutzt die Umwelt und lässt die Reichen immer reicher werden. „Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt. Während sie fällt, sagt sie sich, um sich zu beruhigen, immer wieder: ,Bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut‘ ... Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!“

Ich hoffe, dass dieser Tag ein gelungener und schöner Tag für alle wird, dass jeder in diesem Heft einen passenden Workshop oder ein passendes Projekt findet. Vielleicht entdeckt ihr ja dabei auch den Weg zum wahren Sinn des Lebens.

abschlussparty | Einlass: 20 Uhr im "mon ami"

Zum Abschluss des Tages noch mal alle zusammen. Wie war der Tag für euch? Was hat euch gefallen, was nicht? An diesem Abschlussabend werden die Projekte des Tages vorgestellt, ausgewertet und – natürlich getanzt. Mehrere Bands werden für euch spielen und djs für euch auflegen. Also erscheint zahlreich

Wir freuen uns auf euch!